Alles über Pandas

11 wissenswerte Fakten über unser Lieblingstier

Der niedliche Pandabär ist ausschließlich in China Zuhause und wurde erst im 19.Jahrhundert durch europäische Forscher entdeckt. Seither genießt der Bär aufgrund seiner auffälligen schwarz-weiß Musterung eine hohen Beliebtheit bei Menschen auf der ganzen Welt.

Trotz dessen bekommt man nur selten einen Panda zu Gesicht, da die Tiere ausschließlich in Chinas Bergwäldern beheimatet sind. Hier werden sie aufgrund ihres majestätischen Aussehens regelrecht verehrt. Zudem ist er aufgrund der schwierigen Vermehrung und den vergleichsweise aufwändigen Haltung nur in wenigen Zoos der Welt zu bestaunen, zum Beispiel im Berliner Tierpark oder im Wiener Zoo.

Wir haben euch heute 11 spannende Fakten über den drolligen Bären zusammengetragen, die ihr so sicher noch nicht gewusst habt. Lasst euch von diesem außergewöhnlichen Tier überraschen.

Panda frisst Bambus

Pandas ernähren sich zu 99% von Bambus

Der Pandabär ist als leidenschaftlicher Bambusfresser bekannt und deckt  damit 99% seines Speiseplans ab. Dadurch, dass Pandas biologisch Allesfresser sind, können sie die Nährstoffe in pflanzlicher Nahrung aber nur unzureichend verwerten und müssen deswegen täglich ca. 30 Kilo des saftigen Grüns zu sich nehmen. Entsprechend hoch ist auch die Menge an Kot, die sie ausscheiden.

Doch auf den saftigen Blättern befinden sich mitunter auch kleine Insekten, die verzehrt werden und in Gefangenschaft kommen Pandas auch mit Äpfeln, Süßkartoffeln oder Bananen klar.

Insgesamt bestimmt die Nahrungsaufnahme einen großen Teil des Pandaalltags, sie verbringen zwischen 10h und 16h mit dem Fressen.

Neugeborene Pandas wiegen nur ca. 100 Gramm

Bei einem solch großem Tier ist es nur schwer vorstellbar, dass neugeborene Pandabären nur ca. 100g schwer sind. Dies ist ein Rekord im Tierreich – bei keinem anderen Säugetier ist der Gewichtsunterschied zwischen Muttertier und Baby höher, die kleinen Pandas wiegen nur ein Neunhundertstel. Wäre dieser Unterschied beim Menschen ähnlich stark ausgeprägt, so würden unsere Babys im Schnitt nur 40g wiegen.

Über die Gründe für diesen Unterschied streiten Forscher weiterhin. Wahrscheinlich ist die Lebensweise der jeweiligen Tierart ausschlaggebend. Je gefährlicher das Lebensumfeld, umso weiter entwickelt ist der Nachwuchs der Tiere bei der Geburt.

Pandabär klettert

Pandas können nachts so gut sehen wie eine Katze

Der große Pandabär gehört zwar biologisch zur Familie der Bären, in China wird er aber öfters als große Bärenkatze bezeichnet. Dies nicht ohne Grund, denn sein wissenschaftlicher Name Ailuropoda melanoleuca bedeutet wörtlich schwarz-weißer Katzenfüßler.

Wirklich geschmeidig und leichtfüßig wie eine Katze ist er zwar nicht, aber der Pandabär hat ähnliche Pupillen wie eine Katze und kann deswegen nachts ebenso gut sehen.

Das schwarz-weiße Fell ist selbst für Wissenschaftler ein Mysterium

Das äußerlich auffälligste Merkmal des großen Pandas ist seine schwarz-weiß Färbung. Warum er genau dieses Merkmal im Verlauf der Evolution herausgebildet hat, ist für Forscher ein Rätsel. Von der Wärmeregulierung über die Tarnung bis zur Kommunikation mit Artgenossen gibt es verschiedene Theorien, die sich mit diesem Phänomen beschäftigen.

Wahrscheinlich beruht die außergewöhnliche Musterung auf einer Kombination verschiedener Faktoren, denn in den verschneiten Berghängen Chinas kann eine solche Färbung durchaus der Tarnung dienen. Die schwarzen Stellen um die Augen der Bären wird aber vermutlich zur Kommunikation mit Artgenossen genutzt.

Warum sind Pandas schwarz weiß

Im Sprint sind Pandas bis zu 32km/h schnell

Gehen wir etwas mehr auf die physischen Fakten des großen Pandas ein. Ausgewachsene Exemplare bringen es auf eine Länge von ca. 1,5m, das Gewicht variiert je nach Geschlecht zwischen 75 und 160 Kilogramm. Der Körperbau unterscheidet sich dabei nicht wesentlich von anderen Vertretern seiner Tierfamilie. Zudem sind Pandas wie die meisten Bären ausgezeichnete Schwimmer und Kletterer.

Was man beim müßigen Lebensstil des Pandas auf keinen Fall erwarten würde ist, dass er recht schnell sprinten kann wenn es darauf ankommt. Bis zu 32km/h sind drin. Zum Vergleich: Usain Bolt bringt es bei seinem 100m Sprint auf 44km/h und ist damit nur leicht schneller unterwegs.

Pandas sind sexfaul und pflanzen sich nur sehr langsam fort

Auch in anderen Lebensbereichen sind Pandas nicht gerade die aktivsten Lebewesen. Die Fortpflanzung gestaltet sich als ausgesprochen schwierig, was an der geringen Fruchtbarkeit der Weibchen liegt. Für gerade einmal 72 Stunden im Jahr sind diese paarungsbereit.

In dieser Zeit balzen und kämpfen mehrere Männchen um die Gunst eines Weibchens, um dieses anschließend zu begatten. Das Muttertier bringt in den meisten Fällen auch nur ein winziges Junges zur Welt, was dann aber schnell wächst und schon nach 5 Monaten 10 Kilo auf die Waage bringt.

In Zoos lebende Pandabären sind meist sehr stark an Menschen gewöhnt und lehnen andere Artgenossen ab. Daher ist die erfolgreiche Fortpflanzung so gut wie ausgeschlossen.

China vermietet Pandabären aus Diplomatiegründen

In China gilt der große Panda als heiliges Lebewesen und wird regelrecht vergöttert. Das Tier ist dementsprechend streng geschützt und auf Pandajagd stehen sehr empfindliche Gefängnisstrafen.

Die chinesischen Politiker wissen natürlich um die außergewöhnliche Wirkung des Tieres und setzen es deshalb gerne auch einmal zu außenpolitischen Zwecken ein. Von der sogenannte Panda-Diplomatie wird gerne Gebrauch gemacht, um sich dem Westen mittels einer symbolischen Gest anzunähern.

Doch das sogenannte „Geschenk“ ist in Wahrheit eine Leihgabe, die den Empfänger im Falle der beiden Berliner Pandas rund 1 Million € im Jahr kostet.

Pandas machen keinen Winterschlaf

Die meisten großen Bären wie zum Beispiel der Braunbär machen in der kalten Witterungsperiode einen Winterschlaf oder zumindest eine Winterruhe. Pandas gehören zwar zu dieser Familie, machen aber keinen Winterschlaf und sind 12 Monate im Jahr mehr oder weniger aktiv.

Stattdessen wandern die großen Pandas einfach in wärmere Gefilde, was in ihrem Lebensraum einem Abstieg aus den kalten Bergregionen gleichkommt.

Aufgrund ihrer eher leichten Kost haben sie auch nicht die Möglichkeit, sich einen ordentlichen Winterspeck anzufressen. Zudem ist Bambus ein immergrünes Gewächs, weshalb auch im Winter kein Nahrungsmangel eintritt.

Pandabären kein Winterschlaf

Pandabären sind Einzelgänger

Der große Pandabär ist ein Einzelgänger, welcher ein 4-6 Quadratkilometer großes Revier bewohnt. Die Weibchen verteidigen dabei ein kleineres Kerngebiet ihres Territoriums gegen Artgenossinnen. Männchen hingegen sind sehr flexibel und streifen gerne einmal in anderen Revieren vorbei. Jungtiere bleiben etwa 1,5 Jahre bei der Mutter und suchen sich dann ihr eigenes Revier.

Durch die eher müßige Lebensweise und die relativ großen Reviere kommt es in freier Wildbahn selten vor, dass sich Pandabären begegnen. Nur zur äußerst kurzen Paarungszeit kommen sie zusammen.

Pandabären haben an jeder Pfote 6 Finger

Wie bitte? 6 Finger? Ganz genau, der Pandabär wurde von Mutter Natur mit einem verlängertem Handwurzelknochen ausgestattet. Dieser steht wie ein zusätzlicher Finger von seiner Pfote ab. Damit kann der Bär seine Lieblingsspeise Bambus perfekt greifen und somit noch mehr vom köstlichen Grün vertilgen.

Es leben weniger als 2000 Pandabären in freier Wildbahn

Durch die fortschreitende Industrialisierung und den sich immer weiter ausbreitenden Menschen haben sich die Lebensbedingungen der Pandas fortlaufend verschlechtert. Ihr Lebensraum wurde soweit eingeengt, dass sie sich heutzutage nur noch in den Bergen der Provinzen Sichuan, Gansu und Shanxi im Südwesten Chinas aufhalten. Dabei bewohnen sie ein Gebiet zwischen 4000m und 1500m Höhe. Deshalb gehören Pandas zu den bedrohtesten Tierarten weltweit. Ihre langsame Fortpflanzung tut ihr übriges.

Seit den 1970er Jahren stehen die Tiere streng unter Schutz und China investiert viel in die Nachzucht der symbolträchtigen Bären. Infolge hat sich die Population in den letzten Jahren etwas erholt und es gibt aktuell 1864 Pandas (2015). Das sind fast 300 Tiere mehr als im Jahr 2003. Dabei leben etwa 2/3 der Pandas in Freiheit.

Wie viele Pandas gibt es noch

Fazit:

Der Panda ist ein äußerst spannendes Tier, welches viele Menschen mit seiner Drolligkeit und der außergewöhnlichen Lebensweise fasziniert.
Umso wichtiger ist der Schutz der gefährdeten Tiere, damit auch noch zukünftige Generationen über den großen Panda staunen können. Willst auch du etwas zum Schutze der Pandas unternehmen? Dann kannst du dich
zum Beispiel an WWF wenden und etwas für die Aufforstung von Bambus in China tun. Somit wird der Lebensraum der Bären vergrößert und sie können sich besser untereinander finden. Dies ist wiederum der für die Fortpflanzung wichtig und erhöht somit nachhaltig die Bestände.

Du kennst noch weitere coole Fakten über den Pandabären? Dann hinterlasse uns gerne eine Nachricht in den Kommentaren.

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