Nachhaltig leben – diese Rolle spielt die Einrichtung

Eine nachhaltige Lebensweise ist nicht nur für den Planeten wichtig, sondern auch für jeden einzelnen. Im Kleinen und im Großen gibt es viele Dinge zu beachten, die zu einem besseren Leben beitragen und gleichzeitig die Ressourcen des Planeten schonen. Wie man seine Wohnung einrichtet, spielt dabei eine große Rolle.

 

Nachhaltig renovieren und einrichten

Viele Menschen leben mit Wohngiften und wissen es nicht einmal

Viele der Dinge, die man in den eigenen vier Wänden verlegt, verarbeitet oder verwendet, sind mit Wohngiften belastet. Das beginnt bei giftigen Farben und hört bei belasteten Teppichen oder PVC Belägen mit giftigen Weichmachern noch lange nicht auf. Auch Möbel können Chemikalien ausdünsten, was man manchmal sogar sehr gut riechen kann. Da hilft nur andauerndes Lüften oder das Teil wieder zurückzugeben. Es kann sehr hilfreich sein, sich vor einem Kauf genau zu erkundigen. Online-Bewertungen anderer Kunden geben oft Aufschluss über eine eventuelle Geruchsbelästigung, die ein deutlicher Hinweis auf eine Belastung ist.

Das Problem: Auch wenn die einzelnen Teile die gesetzlichen Grenzwerte nicht überschreiten (was sie häufig jedoch tun), weiß niemand, wie sich der Cocktail aus der Summe der belastenden Substanzen auf den Körper auswirkt. Es ist sicherlich kein Zufall, dass es immer mehr Menschen mit Allergien gibt. Was aber kann man tun?

 

Genau aussuchen, was man kauft

  1. Wer renoviert, sollte sorgfältig auswählen, welche Farben oder andere Stoffe er verarbeitet. Es gibt bestimmte Umweltsiegel, wobei bei Baustoffen besonders der Blaue Engel von Bedeutung ist.
  2. Bodenbeläge sind oft eine Quelle für belastete Umgebungsluft. Auch hier kann man auf ein entsprechendes Siegel achten.
  3. Auch bei Möbeln gilt es, sorgfältig auszuwählen. Wer kann, setzt auf Mobiliar aus Massivholz. Wer ein kleines Budget hat, sollte lieber gebrauchte Teile kaufen, bevor er zu sehr günstigen und eventuell belasteten Möbeln greift.
  4. Auch Bambus ist ein nachhaltiger Werkstoff, weil es im Vergleich zu Holz immer wieder nachwächst. Man sollte beim Kauf jedoch darauf achten, unter welchen Bedingungen die Produkte gefertigt wurden, wobei man sich am FSC-Label orientieren kann, das Produkte asiatischer Herkunft aufweisen sollten. Man sollte sich daran achten, ob der Bambus zusammen mit bedenklichen Materialien zum Endprodukt verarbeitet wurden.

 

Warum Massivholz und Bambus eine so schöne Kombination sind

Massivholz ist wohl eines der schönsten Materialien für Möbel, denn es hat eine individuelle und lebendige Ausstrahlung und eine angenehme Wirkung. Einerseits sieht es gefällig aus und hat eine interessante Oberfläche, die zum Berühren animiert. Andererseits trägt unbehandeltes Holz auch zu einem besseren Raumklima bei, indem es zu trockene oder zu feuchte Luft bis zu einem gewissen Grad ausgleichen kann. Das gilt allerdings nur, wenn die Poren des Holzes noch offen sind, es also maximal geölt wurde. Lackierte Oberflächen verlieren die Eigenschaft, mit der Umgebung in einem lebendigen Austausch zu stehen.

Betrachtet man Möbel aus Bambus und Möbel aus Massivholz, so stellt man viele Ähnlichkeiten fest: Eine organische Maserung, eine interessante Haptik und ein sehr natürliches Aussehen. Bambusmöbel und Möbel aus Massivholz können sehr schön miteinander kombiniert werden. Wenn es um die Nachhaltigkeit geht, gilt es jeweils im Einzelfall abzuwägen.

 

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, doch Bambus wächst schneller

Ebenso wie Bambus ist Holz ein Rohstoff und Werkstoff, der immer wieder nachwächst. Holz und Bambus sind CO2 neutral, denn sie binden das CO2 aus der Luft. Man sollte darauf achten, dass verwendetes Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Auch Bambus sollte das FSC-Label  tragen. Das bedeutet, dass nicht immer nur abgeholzt, sondern auch wieder aufgeforstet wird. Auch die Arbeitsbedingungen werden unter die Lupe genommen.

Es gibt jedoch einen wesentlichen Unterschied: Ein gefällter Baum ist weg, während Bambus „geerntet“ wird und immer wieder nachwächst. Oft dauert es nur wenige Monate, bis die ursprüngliche Größe wieder erreicht wurde. Dadurch bindet Bambus auch mehr CO2, als ein langsam wachsender Baum. Die lange Reise, die der Werkstoff dann bis zu uns unternehmen muss, wird dadurch wieder ausgeglichen.

Möbel aus Holz sind „für die Ewigkeit“

Wenn man heute noch einen Schrank aus feinem Kirschholz kaufen kann, der schon 200 oder 250 Jahre alt ist, dann wird deutlich: Holzmöbel aus massivem Holz sind – unter guten Bedingungen – eine Investition in die Zukunft. Das Besondere ist nämlich, dass sich auch Spuren der Abnutzung oder Beschädigungen einfach selbst wieder entfernen lassen.

Unbehandeltes Holz kann an den entsprechenden Stellen einfach abgeschliffen und dann neu geölt werden, fertig. Das funktioniert natürlich auch mit Dielen aus diesem Werkstoff.

Auch Möbel aus Bambus haben eine lange Lebensdauer. Sie sind härter als Holz, denn die Wände des hohlen Bambusrohrs weisen eine außerordentlich dichte Zellstruktur auf. Auch sind sie beständig gegen Feuchtigkeit. Das einzige, was ihnen etwas anhaben kann, ist eine zu trockene Luft.

 

Flexibles Aussehen

Im Gegensatz zu einem Möbel aus Span- , Faserplatten oder gar Furnier kann ein Massivholzmöbel sein Aussehen nach Belieben verändern. Man kann es zum Beispiel abschleifen und dann neu lackieren oder ölen, und schon wird aus einer natürlichen Holzoberfläche beispielsweise ein Shabby Schick Look. Dieser moderne Wohnstil beruht darauf, Möbel und Accessoires ein gewollt gebrauchtes Aussehen zu verleihen und sie nachlässig – zum Beispiel mit Kreidefarbe – zu streichen.

 

Wenn sich die Liebe zur Natur auch in der Einrichtung zeigt

Wir lieben die Natur, deswegen möchten wir sie auch schützen und erhalten. Das Schöne an diesem Wohnstil ist, dass er insgesamt eine große Zuneigung zur Natur und ihren Materialien zeigt. Organische Formen und Werkstoffe vermitteln ein warmes Gefühl von Geborgenheit, was mit modernen Stücken mit glatten und sterilen Oberflächen einfach nicht gelingen kann.

Die Einrichtung wirkt so nicht nur auf den Körper, sondern auch auf die Seele des Menschen.

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